Dark Forest
Re. GB. K.Krücke. Kind. Affen.
WIR WACHEN AUF UND LEBEN FÜR IMMER.

Bin ich nur glücklich, wenn es schmerzt. Faszinierendes Lied. Seit
Jahren leider zutreffend. Doch vorerst habe ich denjenigen
gefunden, für den ich diese Lieder sing'. Was heißt gefunden..
Nach über 2 Jahren kam er endlich zu mir. Aber lassen wir das,
ich möchte nicht mit meinem Glück prahlen, das ist nicht meine
Art.

So sitze ich hier. Nachts. Mit meinem zweiten Bier. Trauriger Musik.
Auf der Suche nach Herzenswärme.
Auf der Suche nach einem Ort, der hell genug ist, um meine
Negativgedanken zu verbrennen.

Ich möchte an dieser Stelle mal einen Auszug aus meinem Buch
präsentieren, welches ich für die Schule, Fach Literatur, schreiben
musste. Bzw .. ich habe mich für eine Art Autobiografie entschieden.

"So haben Liebe und Selbsterkenntnis aus einem Loch verholfen, das wie ein tiefer, alter Dorfbrunnen erschien: unerklimmbar, niemals zu überwinden.
Heute sitze ich hier. Höre traurige Musik zu später Stunde und denke über meine dunkle Vergangenheit nach. Bekomme Tränen in den Augen. Gedenke derer, die mir wirklich geholfen haben.
Interessanterweise bin ich nunmehr seit 2 Wochen mit einem Menschen liiert, der mich eigentlich nur immer tiefer in die Scheiße geritten hat. Er war einer von denen, die mich nicht mehr an Liebe glauben ließen. Wenn ich jetzt wieder darüber nachdenke, finde ich es weiterhin töricht und naiv von mir, dass ich mich doch wieder auf ihn eingelassen habe.
Doch auch ich liebe absolut. Und auch er hat erkannt, dass ich ein liebenswerter Mensch bin – im wahrsten Sinne des Wortes.
Keine Vergewaltigung der Seele mehr, sagt er.
Ist mir egal, sage ich.
Mir aber nicht mehr, sagt er und küsst mich.

Nein, es endet nicht im Happy End, niemals wird es im Happy End zu Ende gehen, denn der Tod ist für mich keine glückliche Option mehr. Eine Hand voll Menschen hat mir nämlich gezeigt, dass es auch anders geht. Traurig daran ist, dass ich meine Eltern nicht dazuzählen würde. Sie haben mich zwar immer geliebt und werden mich auch immer lieben, aber die Routine des Lebens, des schon immer Kennens hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Gedankensprünge von Mensch zu Mensch. Jeder bedeutet mir die Welt, mein Leben. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt zu lieben. Und was noch viel wichtiger ist: Ich habe gelernt, geliebt zu werden.
Hass auf die Menschheit habe ich weiterhin, das wird sich auch nie mehr ändern. Dies war übrigens auch ein Grund, warum ich mich in der Therapie damals so verweigert habe. Ich hatte furchtbare Angst, dass meine Gedanken umgekrempelt würden. Niemand sollte mir meinen Hass nehmen, den brauchte ich zum Überleben, Verstehen und Gedankenamok laufen. Warum ich meine Gedanken noch immer gerne herumtoben lasse? Weil es gesund ist. Ich will nicht als leere Hülle enden. Leergemenscht. Von der Gesellschaft zu einem naiven Niemand zerfetzt.
Nein, danke, ich trinke meinen Kaffee weiterhin schwarz. "

Das sind die letzten Zeilen dieses Buches.
Inzwischen fühle ich mich zwar schon wieder beschissener, als
dass der Tod keine Option mehr wäre, aber ich bete zu
meinem Glücksgefühl, dass es nur eine Phase ist.
11.6.10 00:56


HALLO, LIEBE KINDER - WILLKOMMEN IN DER HÖLLE.

Was ist passiert?
Das, was gewünscht war, schon so lange: Bewusstseinsverlust. Nur
das Aufwachen war nicht so erfreulich. Kein Gespür für die verbrochenen
Taten, von denen man nicht weiß, ob es Verbrechen waren, die man
selbst oder ein besoffenes Arschloch sie vollbracht hat.

Gedanken, von denen man nicht weiß, ob sie berechtigt sind.
Einsamkeit. Missverstehen und Sorglosigkeit der Mitmenschen. Wo
ist die Würde, der Stolz, die Ehre geblieben? Und ich rede nicht von
solcher Ehre, die einige Kulturen zu Morden in der Familie zwingt.
Das hat meiner Meinung nichts mit Ehre zu tun. Aber das ist eine
andere Schandtat (der Religion, wohl gemerkt).

So verbleibe ich in Stille und PS3-Spielen und Fernsehen. Hauptsache
der Kopf ist halbwegs ausgeschaltet.
In die Stille ausgeschaltet? Ja. Leere bringt den gleichen Effekt wie
Counterstrike oder Krawall(musik).
10.3.10 21:39


ICH GREIFE IN DIE TASCHE UND SPÜRE DIE KÄLTE DES STAHLS.

Meine Nerven liegen blank am Boden. Sie treten drauf, ich trampel
auf ihnen herum, damit es keinen Morgen mehr gibt.

Einsamkeit zerfrisst mich. Wo bleibt die Nächstenliebe, das Mitleid
von dem alle doch immer sprechen, wenn sie armseelige Wesen
auf der Straße sehen. Mir wirft man nur beleidigende Worte hinter-
her.

Sitze hier. Frage mich, warum. Frage mich ernsthaft, warum ich
nach dem "Warum?" frage. Hatte ich das nicht schon aufgegeben?
Hatte mich nicht mein kleiner großer Sinneswandel dazu gezwungen,
nicht mehr so verdammt viele Fragen zu stellen?

Einfach in den Arm genommen von gegenseitiger Liebe. Wo ist das
hin, warum hab ich's gehen lassen? War's zu idyllisch? Zu perfekt?
Zu normal?
So gerne.. solche Sehnsucht..

Ich seh' die Seelenlosen..
16.2.10 21:38


NEVER RETURN

Man lebt. Man stirbt nicht. Man verschimmelt nur allmählich. Wird
alt, wird faltig, wird gebrächlich und langsam.
Das ist prinzipiell erstmal alles, was zur Zeit bei mir passiert.

Die Menschen in meiner Umgebung amüsieren mich und bringen
mich gleichzeitig zur Verzweiflung. In letzter Zeit habe ich oft ge-
sagt, ich hätte inzwischen viele Freunde. Doch wenn ich mir ihre
Verhaltensweisen so anschaue, frage ich mich, ob ich nicht doch
einer intelligenteren Spezies angehöre. Wobei ich hier nicht von
der allgemeinen, sondern von emotionaler Intelligenz spreche.
Wie achtlos und kindisch und verzweifelt sie sich benehmen.
Der eine kann nicht ohne Freundin und schnappt sich einfach die
nächstbeste, die Ja sagt. Die andere hat anscheinend keine Ahnung,
wie sie Freundschaft definiert. Und die letzten finden es natürlich
unheimlich aufregend, besoffen zu sein.
Ich betrinke mich gepflegt, um meinem Leben zu entkommen.
Die Herbstferien '09. Dauerbekifft. Und es ging mir verdammt gut.
Hätte ich das Geld, wäre ich sicherlich schon 'n Junkie der gröbsten
Sorte.

Langeweile regiert den Alltag, obwohl ich doch ständig unterwegs
bin. Paradox, nicht wahr? Nein. Mein Kopf ist leer und zugemüllt.

I walk like the dead.
Lost what I've never had.
19.1.10 23:58


ALLEIN IN DER SPREE MIT BETON AN DEN FÜSSEN.

Erneut Single. Erneut hab' ich mich auf ihn eingelassen.
"Beste Freundin" mit dem Ex vom Oktober zusammen. Paha. Bei
der läuft was falsch. Bei mir leider auch. Denn ich geb' ihr wieder
die Chance, mich hinterfotzig in ihrer Lieblingsclique durch Scheiß-
lästereien unbeliebt zu machen.
Es ist unglaublich, worauf ich mich inzwischen einlasse.
Vor anderthalb Jahren noch habe ich meiner Misanthropie weitaus
mehr Ehre gemacht. Wobei ja jeder Misanthrop ein Pseudo ist.
Misanthropie ist für die meisten ein viel zu starker Begriff.

Nun ja. Es ist 2010. Noch nicht viel geplant, noch nicht viel gesche-
hen. Letztes Jahr hingegen.. turbolent, turbolent, meine Lieben.
Mein Schreibstil hat sich mit meinem chronischen Gemütszustand
geändert. Schade eigentlich, denn früher hab ich mir in dem Fall
besser gefallen.

Sex. Kam und ging. Und inzwischen geht es um nichts Anderes mehr.
Es geht mir dermaßen was von auf den Sack. Von oben genannter
Freundin weiß unsere ganze Stadt über ihr Sexleben Bescheid. (:
Schon amüsant. Aber wieso interessiert es alle so sehr? Ich könnte
auch ganz gut ohne diese mehr als überflüssigen Informationen
überleben.

Fotoshootingsache läuft noch nicht so gut, wie ich dachte. Aber
besser als ich dachte. Also das wird, ich klemm mich rein, denn
ich liebe es.

Also mal eher ein ungedanklicher Eintrag, sondern ein "Was hab
ich in letzter Zeit so getrieben"-Eintrag.
Ich hoffe, das ist erträglich.
7.1.10 19:45


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